- Kevin Zhu, Absolvent der Informatik (UC Berkeley), sorgte für Aufsehen, als er behauptete, allein im Jahr 2025 Autor von 113 KI-Forschungsarbeiten zu sein, von denen 89 auf der NeurIPS-Konferenz – einer der weltweit größten KI-Veranstaltungen – angenommen wurden.
- Zhu, der derzeit das Unternehmen Algoverse leitet, verlangt 3.325 USD für jeden Highschool- oder Universitätsstudenten, der an einem „12-wöchigen Forschungsmentorenprogramm“ teilnimmt, mit dem Ziel, ihnen bei der Veröffentlichung auf großen Konferenzen zu helfen. Er sagt, er „beaufsichtige nur, gebe Feedback zur Methodik und bearbeite Entwürfe mit KI-Tools oder Korrektoren“.
- Professor Hany Farid (UC Berkeley) verurteilte diese Arbeiten als „Katastrophe, nur Vibe-Coding“ – also die Verwendung von KI zur Erstellung von Software oder Artikeln ohne wissenschaftliche Grundlage. Er warnte, dass das Phänomen gefälschter Forschung, des Ideenklau und der Abhängigkeit von generativer KI die gesamte Branche in Verruf bringe.
- Die Zahl der bei KI-Konferenzen eingereichten Arbeiten explodiert: NeurIPS erhielt im Jahr 2025 21.575 Arbeiten, doppelt so viele wie im Jahr 2020; ICLR 2026 erwartet fast 20.000 Arbeiten, ein Anstieg von 70 % gegenüber dem Vorjahr. Viele Kritiker sagen, diese Arbeiten seien „von geringer Qualität und vermutlich von KI geschrieben“.
- Gutachter wie Jeffrey Walling (Virginia Tech) geben zu, dass der Überprüfungsprozess von NeurIPS „zu schnell und oberflächlich“ sei, wobei viele Arbeiten nur von Doktoranden überflogen würden, was zu einem Mangel an tiefgehender Bewertung und Korrektur vor der Veröffentlichung führe.
- Farid und Walling sagten, dass das Phänomen der „akademischen Hyperproduktivität“ fälschlicherweise verherrlicht werde, was Studenten und Dozenten dazu bringe, um Veröffentlichungen zu wetteifern, anstatt echte Forschung zu betreiben.
📌 Die KI-Akademikerwelt sieht sich mit einer „AI-Slop“-Krise konfrontiert – einer großen Menge wertloser Forschung, die aus Wettbewerbsdruck und dem Missbrauch generativer KI entsteht. Da Zehntausende von „virtuellen“ Arbeiten renommierte Konferenzen überfluten, wankt das Vertrauen in die wissenschaftliche Qualität. Es wird gewarnt, dass das Phänomen der „akademischen Hyperproduktivität“ fälschlicherweise verherrlicht wird, was Studenten und Dozenten dazu bringt, um Veröffentlichungen zu wetteifern, anstatt echte Forschung zu betreiben.

