- Generative KI hat sich im Jahr 2025 deutlich verbessert und ist in der Lage, viele hochwertige Aufgaben zu automatisieren und über längere Zeiträume unabhängig zu agieren, aber die Auswirkungen auf die Beschäftigung bleiben umstritten.
- Die GDPval-Metrik von OpenAI zeigt rasant wachsende KI-Fähigkeiten: GPT-4o (Mai 2024) entsprach oder übertraf den Menschen nur bei 12 % der Aufgaben, Claude Opus 4.1 (August 2025) erreichte fast 48 %, während GPT-5.2 Pro bei digitalen Arbeitsaufgaben etwa 74 % erreichte.
- Dennoch ist dieser Benchmark auf digitale Wissensarbeit ausgerichtet und spiegelt Teamarbeit, den Unternehmenskontext oder den gesamten Arbeitsmarkt nicht vollständig wider.
- Studien aus dem Jahr 2025 zeigen, dass die KI die Gesamtbeschäftigung noch nicht stark verändert hat: Der Anteil der Arbeitsplätze mit hoher KI-Exposition bleibt stabil, und die Löhne in dieser Gruppe sind sogar gestiegen. Der Fed-Vorsitzende meint, die KI sei „nur ein kleiner Teil“ eines schwachen Arbeitsmarktes.
- Fast 90 % der Wirtschaftsführer in den USA und Großbritannien geben an, dass die KI in den letzten 3 Jahren weder das Personal noch die Produktivität beeinflusst hat, aber die ruhige Oberfläche verbirgt darunter liegende Schwankungen.
- „AI-First“-Unternehmen verlangen den Nachweis, dass die KI die Arbeit nicht erledigen kann, bevor sie eine neue Person einstellen; Untersuchungen aus Stanford und Harvard zeigen, dass Junior-Stellen in leicht automatisierbaren Berufen (Programmierung, Kundenservice) nach ChatGPT deutlich zurückgegangen sind, während Senior-Rollen stabil bleiben oder zunehmen.
- Der Begriff „Workslop“ ist entstanden: Von KI generierte Inhalte, die plausibel aussehen, denen es aber an Tiefe mangelt; 40 % der Erwerbstätigen gaben an, solche Inhalte innerhalb eines Monats identifiziert zu haben.
- KI reduziert die notwendige „Reibung“ beim Denken und bei der Personalbeschaffung, was zur Verbreitung oberflächlicher Dokumente und einer Flut von Bewerbungen führt, was es für Personalvermittler schwierig macht, qualifizierte Kandidaten herauszufiltern.
📌 Fazit: Das Jahr 2025 zeigt, dass die KI die Gesamtbeschäftigung nicht drastisch verändert hat: Der Anteil der Jobs mit hoher KI-Exposition ist stabil, die Löhne dort stiegen sogar. AI-First-Unternehmen fordern vor Neueinstellungen den Beweis, dass die KI die Aufgabe nicht bewältigen kann; Junior-Jobs in automatisierbaren Berufen (wie Programmierung, Kundenservice) sanken nach ChatGPT deutlich, während Senior-Rollen stabil blieben oder wuchsen. Der Begriff „Workslop“ kam auf: plausibel wirkende, aber oberflächliche KI-Inhalte. Die KI verringert die Denkarbeit und Einstellungsbarrieren, was zu seichten Dokumenten und einer Bewerbungsflut führt, die die Auswahl qualifizierter Talente erschwert.

