- Die Europäische Kommission steht wegen ihres Plans in der Kritik, 20 Milliarden Euro (~21,6 Milliarden US-Dollar) für den Bau riesiger KI-Rechenzentren auszugeben.
- Präsidentin Ursula von der Leyen schlug den Bau von 4–5 „Gigafactorys“ vor, von denen jedes Zentrum etwa 100.000 GPUs für das KI-Training nutzen soll.
- Der Plan zielt darauf ab, mit Großprojekten wie dem 500-Milliarden-Dollar-Rechenzentrum Stargate AI zu konkurrieren.
- Viele Experten argumentieren jedoch, dass Europa nicht über genügend KI-Unternehmen verfügt, um diese gewaltigen Ressourcen zu nutzen.
- Derzeit hat die EU mit Mistral AI fast nur ein prominentes Unternehmen, aber dieses baut seine eigene Infrastruktur auf, anstatt auf das EU-Projekt zu warten.
- Die EU plante bereits zuvor 19 KI-Supercomputer in 16 Ländern, deren Wirksamkeit jedoch unklar bleibt.
- Es liegen 76 Bauvorschläge an 60 Standorten vor, aber der Implementierungsprozess wurde mehrfach verzögert.
- Gesetzgeber stellen die „Wirtschaftlichkeitsrechnung“ infrage: Wer wird sie nach der Fertigstellung nutzen?
- Zudem besteht bei dem Projekt das Risiko, dass die EU noch abhängiger von Nvidia-Chips wird.
- Einige Stimmen meinen, die EU solle sich auf ihre industriellen Stärken konzentrieren, anstatt dem US-Wettlauf um große KI-Modelle zu folgen.
📌 Fazit: Der 20-Milliarden-Euro-Plan der EU zum Bau groß angelegter KI-Zentren stößt auf erhebliche Zweifel hinsichtlich Effizienz und tatsächlichem Bedarf. Während die USA bis zu 500 Milliarden Dollar investieren und China massiv beschleunigt, mangelt es Europa sowohl an KI-Unternehmen als auch an einer klaren Strategie. Ohne Anpassungen droht das Projekt zu einer „Kathedrale in der Wüste“ zu werden – kostspielig, aber ohne echten Wettbewerbsvorteil.

