- Kanada hat nie eine offizielle Definition von „souveräner KI“ vorgelegt und überlässt die Bildung dieses Konzepts fragmentarischen Entscheidungen über die Finanzierung von Rechenzentren, inländische Cloud-Partner und Anforderungen an die Datenhaltung.
- Laut dem Autor Joshua van Es führt dieser Ansatz dazu, dass „Souveränität“ inkonsistent angewendet wird und eher auf dem Standort der Infrastruktur als auf echter Kontrolle beruht.
- Kanadas KI-Minister Evan Solomon beschreibt KI als einen Wendepunkt von Gutenberg-Ausmaßen, der Macht, Wissen und nationale Fähigkeiten direkt beeinflusst.
- Dennoch werden Projekte, die als „souveräne KI“ bezeichnet werden, wie die Expansion von Nokia in Ottawa oder die Rechenzentren von Microsoft, hauptsächlich nach ihrem Standort in Kanada und der Schaffung lokaler Arbeitsplätze bewertet.
- Kernfragen, wie wer die Verschlüsselungsschlüssel besitzt, wer administrative Zugriffsrechte hat oder welche Gesetze das System regeln, bleiben weitgehend unbeantwortet.
- Dies schafft einen Anreiz für kanadische Startups, eine schnelle Bereitstellung auf ausländischen Plattformen zu priorisieren, um formale Anforderungen zu erfüllen, während die technische und rechtliche Kontrolle nach außen verlagert wird.
- Ein typisches Beispiel ist die Investition der Regierung in Cohere, dessen Recheninfrastruktur jedoch von der US-amerikanischen Firma CoreWeave betrieben wird und US-Gesetzen unterliegt.
- Die langfristige Folge ist, dass Unternehmen zwar „kulturell kanadisch“ sein können, aber von ausländischen rechtlichen und operativen Prozessen beherrscht werden, was die Fähigkeit schwächt, den öffentlichen Sektor und sensible Industrien zu bedienen.
- Der Autor argumentiert, dass technologische Souveränität an „Autorität“ gemessen werden muss – der endgültigen Entscheidungsgewalt bei Krisen, Streitigkeiten oder Sicherheitsanforderungen.
📌 Kanada hat nie eine offizielle Definition von „souveräner KI“ vorgelegt und überlässt die Bildung dieses Konzepts fragmentarisch der Finanzierung von Rechenzentren, inländischen Cloud-Partnern und Anforderungen an die Datenhaltung. Daher wird „Souveränität“ inkonsistent angewendet und stützt sich eher auf den Standort der Infrastruktur als auf wahre Kontrolle. Unternehmen optimieren auf eine schnelle Bereitstellung auf ausländischen Plattformen und erfüllen geografische Anforderungen, während sie keine technische und rechtliche Kontrolle haben. Ein Beispiel ist die staatliche Investition in Cohere, dessen Recheninfrastruktur jedoch von der US-amerikanischen CoreWeave betrieben wird und US-Recht unterliegt. Wenn Kanada ein nachhaltiges KI-Ökosystem aufbauen will, müssen sich die Souveränitätsstandards vom „Wo“ zum „Wer hat die Macht“ verlagern, damit Wertschöpfung, Wissen und strategische Fähigkeiten wirklich im Inland akkumuliert werden.

