- Der AI Impact Summit in Delhi versammelte Technologieführer und Experten inmitten globaler Widersprüche zur KI-Governance, zwischen Innovationsförderung und der Kontrolle bekannter und unbekannter Risiken.
- Indien schlug einen „Dritten Weg“ für die KI-Governance vor, der sich vom strengen Compliance-Modell der EU, dem Ansatz der minimalen Eingriffe der USA und dem staatszentrierten Modell Chinas unterscheidet, die für unterschiedliche wirtschaftliche Kontexte konzipiert sind.
- Im November 2025 veröffentlichte die indische Regierung Leitlinien zur KI-Governance, die sich nicht nur auf Risikominderung konzentrieren, sondern auch Anwendung, Verbreitung, Diplomatie und Kapazitätsaufbau umfassen.
- Dieser Rahmen priorisiert die Ausweitung von KI für eine inklusive Entwicklung in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Bildung und öffentliche Verwaltung und nutzt dabei bestehende Gesetze anstatt ein separates KI-Gesetz zu erlassen.
- Am 10. Februar 2026 änderte Indien die Informationstechnologie-Vorschriften und verlangte von Plattformbetreibern, KI-generierte Inhalte zu kennzeichnen und schädliche Inhalte innerhalb von 3 Stunden zu entfernen – das erste Mal, dass eine Regierung die Offenlegung der KI-Herkunft vorschreibt.
- Die groß angelegte Durchsetzung gegenüber globalen Technologiekonzernen und die Gewährleistung der Menschenrechte erfordern jedoch internationale Koordination.
- Für Länder des Globalen Südens schafft die Konzentration von KI-Investitionen auf wenige Unternehmen im Globalen Norden eine Asymmetrie bei Zugang und Governance, was das Risiko der Abhängigkeit von proprietärer Technologie erhöht.
- Indien betonte strategische Autonomie, öffentlich-private Partnerschaften und gemeinsame Forschungsinfrastrukturen wie Sicherheitsbewertungsrahmen, kollaborative Forschungsnetzwerke und Mechanismen zum Austausch von Risikoexpertise.
- Dennoch weist dieses Modell Lücken beim Schutz verdrängter Arbeitskräfte, Transparenz, Rechenschaftspflicht und dem Schutz gefährdeter Gruppen auf.
- Die nächsten 12 Monate werden entscheiden, ob Indien Innovation, Sicherheit und soziales Wohlergehen in Einklang bringen kann.
📌 Indien schlug einen „Dritten Weg“ für die KI-Governance vor, der sich vom strengen Compliance-Modell der EU, dem Ansatz der minimalen Eingriffe der USA und dem staatszentrierten Modell Chinas unterscheidet, die für unterschiedliche wirtschaftliche Kontexte konzipiert sind. Indiens „Dritter Weg“ zielt darauf ab, ein flexibles KI-Governance-Modell aufzubauen, bestehende Gesetze zu nutzen und eine inklusive Entwicklung in vielen Schlüsselsektoren zu fördern. Neue Vorschriften wie die Kennzeichnung generativer KI und die Entfernung von Inhalten innerhalb von 3 Stunden zeigen entschiedene Schritte. Herausforderungen in Bezug auf Arbeitsschutz, Transparenz und internationale Koordination werden jedoch in den nächsten 12 Monaten darüber entscheiden, ob dieses Modell zum Standard für die Länder des Globalen Südens werden kann.

