- Am 23. Februar 2026 teilte Boris Cherny – Leiter von Claude Code bei Anthropic – drei Kernprinzipien für sein gesamtes Team.
- Prinzip 1: „Besser als es selbst zu tun, ist es Claude tun zu lassen.“ Er betonte, dass Claude den Großteil der technischen Arbeit automatisieren kann.
- Prinzip 2: „Alles ein wenig unterfinanzieren“ – Teams absichtlich klein und Ressourcen begrenzt halten, um Mitarbeiter zu zwingen, ihre Arbeitsabläufe zu „Claude-ifizieren“.
- Cherny rät CTOs jedoch, die Kosten nicht zu früh zu senken; anfangs sollten Ingenieure „so viele Token wie möglich“ erhalten.
- Token – die Abrechnungseinheit für KI-Modelle – werden zu einem großen Thema, da CFOs von den stark steigenden KI-Kosten pro Ingenieur überrascht sind.
- Cherny ist der Meinung, dass eine Kostenoptimierung erst erfolgen sollte, wenn ein Produkt seinen Wert bewiesen hat und viele Token verbraucht; man sollte nicht zu früh optimieren.
- Prinzip 3: Priorität auf Geschwindigkeit. Er erklärte, dass bei sehr kleinen Teams Geschwindigkeit der einzige Wettbewerbsvorteil in einem überfüllten Coding-Markt ist.
- Kürzlich veröffentlichten Anthropic und OpenAI Updates für ihre Programmier-Tools im Abstand von nur wenigen Minuten.
- Zuvor nutzte das Claude-Team Claude selbst, um „Claude Cowork“ – einen nicht-technischen Agenten – in nur 10 Tagen zu erstellen.
- Cherny schloss daraus: Um zu beschleunigen, sollte man Claude mehr Arbeit erledigen lassen, anstatt das Personal auf traditionelle Weise zu erweitern.
Fazit: Die drei Prinzipien von Boris Cherny bei Anthropic drehen sich um die Maximierung von KI statt menschlicher Arbeitskraft: Automatisierung durch Claude, absichtliche „Budgetknappheit“, um KI-Abhängigkeit zu erzwingen, und Priorität auf Umsetzungsgeschwindigkeit. Obwohl Token die Kosten pro Ingenieur massiv erhöhen können, rät er von vorzeitiger Optimierung ab. In einem Wettbewerb, in dem Updates zwischen Anthropic und OpenAI im Minutentakt erscheinen, werden Geschwindigkeit und Automatisierung zu überlebenswichtigen Vorteilen.

