- Vier öffentliche Universitäten in Singapur, darunter die NTU, SUTD, NUS und SIT, haben den Einsatz von KI zur Bewertung studentischer Arbeiten gestattet, sofern die Ergebnisse von Dozenten überprüft werden, bevor sie in die Endnote einfließen.
- Ein beliebtes Werkzeug ist Gradescope, das Handschriften scannen, ähnliche Antworten gruppieren und Dozenten eine Sammelbewertung ermöglichen kann, was im Vergleich zum Lesen jedes einzelnen Blattes Zeit spart.
- Die NTU begann im August 2024 mit der Anwendung für die Fächer Physik und Mathematik in einigen Zwischen- und Abschlussmodulen.
- Die SUTD wird das System ab April 2025 bei Tests mit Kurzantworten und Erklärungsfragen einführen.
- Die SIT entwickelte ein internes System namens AI-Orate, das einen Chatbot nutzt, um basierend auf den Antworten der Studenten Folgefragen zu stellen und so das Verständnisniveau zu bewerten.
- In einem Testlauf im Oktober 2025 nahmen etwa 50 Studenten der Lebensmitteltechnologie an einer Bewertung mit dem Chatbot teil.
- Der Chatbot kann Gesprächsprotokolle erstellen und den Dozenten Noten vorschlagen.
- Laut SIT-Dozenten hilft das System, den Bewertungsprozess von etwa einer Woche auf zwei Tage zu verkürzen.
- Die NUS erlaubt eine KI-Bewertung nur, wenn die Genauigkeit des Werkzeugs validiert und von der Fakultätsleitung genehmigt wurde.
- Ein KI-Werkzeug an der NUS wird seit Juli 2025 eingesetzt, um englische Aufsätze basierend auf Inhalt, Struktur und Sprache zu bewerten.
- Um die Zuverlässigkeit zu gewährleisten, bewertet die KI zweimal, und Dozenten prüfen Grenzfälle.
- Zwei andere Universitäten, SMU und SUSS, haben die KI-Bewertung aufgrund von Bedenken hinsichtlich Genauigkeit und Fairness noch nicht gestattet.
📌 Der Einsatz von KI bei der Notenvergabe wird an vier großen Universitäten in Singapur eingeführt, um die Effizienz zu steigern und die Dozenten zu entlasten. Werkzeuge wie Gradescope und der Chatbot AI-Orate können Handschriften analysieren, Zusatzfragen stellen und Notenvorschläge machen, wodurch die Korrekturzeit von einer Woche auf etwa zwei Tage verkürzt wird. Dennoch müssen die KI-Ergebnisse weiterhin von Dozenten überprüft werden, während einige Schulen aufgrund von Bedenken bezüglich der Präzision und Fairness weiterhin vorsichtig bleiben.

