- Ein Beamter des Weißen Hauses beschuldigte das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI, auf Server mit Nvidia GB300-Chips zugegriffen zu haben, ungeachtet der US-Exportkontrollen für diese fortschrittlichen KI-Chips.
- Laut Michael Kratsios, Direktor des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik im Weißen Haus, hat Moonshot mit GB300 ausgestattete Server gekauft und in Thailand auf diese Systeme zugegriffen, höchstwahrscheinlich um KI-Modelle zu trainieren.
- CNBC gab an, Nvidia, Moonshot AI, das Weiße Haus und die chinesische Botschaft in Großbritannien um eine Stellungnahme gebeten zu haben, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels gab es jedoch noch keinen offiziellen Kommentar.
- Der Vorwurf wurde laut, kurz nachdem Moonshot AI Kimi K3 vorgestellt hatte, ein Open-Weight-Modell mit 2,8 Billionen Parametern. Das Unternehmen behauptet, die Leistung erreiche oder übertreffe in einigen Benchmarks Anthropic Fable 5 und OpenAI GPT-5.6 Sol.
- Der Nvidia GB300-Chip gehört weiterhin zur Gruppe der fortschrittlichen KI-Chips, deren Export nach China durch die USA eingeschränkt ist, auch wenn er vor der neuesten Vera Rubin-Generation auf den Markt kam.
- Der Artikel berichtet, dass die USA versuchen, Lücken in den Exportkontrollen zu schließen, einschließlich des Zugangs Chinas zu KI-Rechenkapazitäten im Ausland. Der vorgeschlagene Remote Access Security Act (RASA) zielt darauf ab, die Kontrollen auf den Fernzugriff auf kritische Hardware und Software über Cloud-Plattformen auszuweiten.
- Der Experte Keegan McBride stellte fest, dass die Bemühungen chinesischer Unternehmen, die US-Recheninfrastruktur innerhalb und außerhalb Chinas zu nutzen, zeigen, dass die US-Rechenleistung weiterhin ein wichtiges Fundament des aktuellen KI-Wettlaufs ist.
- Der Artikel erinnert zudem an Informationen, wonach ByteDance Rechenkapazitäten außerhalb Chinas aufgebaut haben soll, um die KI-Entwicklung voranzutreiben.
- Neben der Chip-Frage beschuldigte Michael Kratsios Moonshot AI außerdem, das Verfahren der „Destillation“ (distillation) auf das Fable-Modell von Anthropic angewandt zu haben, um Kimi K3 zu entwickeln. Dies ist eine Anschuldigung, die bisher nicht öffentlich verifiziert oder bewiesen wurde.
- US-Finanzminister Scott Bessent warnte chinesische Unternehmen, dass sie mit Sanktionen rechnen müssen und auf die „Entity List“ gesetzt werden könnten, wenn sie Destillationsangriffe im industriellen Maßstab durchführen und geistige Eigentumsrechte verletzen.
📌 Die Eskalation des KI-Wettbewerbs zwischen den USA und China zeigt sich nicht nur in der Leistungsfähigkeit der Modelle, sondern auch beim Zugang zur Recheninfrastruktur und in Fragen des geistigen Eigentums. Die Vorwürfe des Weißen Hauses bezüglich der Nutzung von Nvidia GB300-Chips in Thailand durch Moonshot AI und der Destillation des Anthropic-Modells sind derzeit lediglich Aussagen US-amerikanischer Beamter; zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels haben Moonshot AI und Nvidia keine offizielle Reaktion abgegeben.

