• Chinesische KI-Unternehmen, von Großkonzernen bis hin zu Startups, entwickeln derzeit rasant eigene Versionen von OpenClaw, einer quelloffenen westlichen KI-Agenten-Anwendung, die in der chinesischen Tech-Szene für Aufsehen sorgt.
  • OpenClaw ermöglicht es Benutzern, Computer mit natürlicher Sprache zu steuern und Aufgaben über die Anbindung an APIs großer Sprachmodelle (LLMs) auszuführen.
  • Das Tool wurde vom österreichischen Programmierer Peter Steinberger entwickelt und wurde bereits populär, bevor er zu OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT, wechselte.
  • Das OpenClaw-System ist nicht an ein bestimmtes KI-Modell gebunden, verbraucht aber im Betrieb eine große Menge an Token.
  • Dies hat die Nachfrage nach kostengünstigen chinesischen KI-Modellen wie Kimi, MiniMax und GLM von Zhipu AI auf OpenRouter, einer Plattform für den Zugriff auf hunderte KI-Modelle, stark ansteigen lassen.
  • Ende Februar überstieg die Token-Nutzung chinesischer Modelle auf OpenRouter zum ersten Mal die der US-Modelle.
  • Da die Installation von OpenClaw auf privaten PCs jedoch komplex ist, bieten viele Dienste in China Vor-Ort-Installationen für etwa 499 Yuan (ca. 72,5 USD) an.
  • Um von diesem Trend zu profitieren, bringen chinesische Unternehmen benutzerfreundlichere Versionen mit „Ein-Klick-Installation“ auf den Markt.
  • Zhipu AI veröffentlichte AutoClaw, das eine direkte Integration in das Arbeitstool Feishu von ByteDance unterstützt, woraufhin die Aktien des Unternehmens in Hongkong um über 20 % stiegen.
  • Tencent präsentierte WorkBuddy, die sogenannte „Tencent-Version von OpenClaw“, die in etwa einer Minute auf dem Smartphone eingerichtet werden kann.
  • Xiaomi brachte Miclaw heraus, eine KI-Agenten-App für Smartphones, während Baidu und Moonshot AI Cloud-Lösungen für OpenClaw anbieten.
  • Unterdessen warnt die chinesische Regierung, dass OpenClaw Sicherheitsrisiken wie Prompt-Injection-Angriffe, Systemdatenlecks, versehentliches Löschen wichtiger Daten oder bösartige Plugins mit Backdoors verursachen könnte.
  • Trotz Sicherheitsbedenken und US-Chip-Beschränkungen betrachtet Peking die KI weiterhin als strategische Branche und hat „Embodied AI“ in den Fünfjahresplan für die wirtschaftliche Entwicklung 2026-2030 aufgenommen.

📌 Fazit: Die OpenClaw-Welle hat einen intensiven Wettbewerb zwischen chinesischen KI-Firmen wie Tencent, Zhipu, Baidu und Xiaomi ausgelöst. Sie entwickeln einfach zu installierende KI-Agenten und nutzen einheimische Modelle, um Datenrisiken zu verringern. Während die Regierung vor Sicherheitsrisiken wie Prompt Injection warnt, bleibt die Marktnachfrage mit Installationsdiensten für 499 Yuan (≈72,5 USD) stark, und die Token-Nutzung chinesischer Modelle hat erstmals die der US-Modelle übertroffen.


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