Der argentinische Präsident Javier Milei argumentiert, dass sich generative KI frei entwickeln muss und voreilige Regulierungen, die Innovationen ersticken könnten, vermieden werden sollten.

Er vergleicht KI mit der Industriellen Revolution und betont, dass ein angemessener rechtlicher Rahmen das Wirtschaftswachstum ankurbeln kann, ähnlich wie das Modell der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) seit 1602.

Dem Artikel zufolge ist das globale BIP um mehr als das 200-Fache gestiegen, das Pro-Kopf-Einkommen hat sich verfünfzehnfacht und die Weltbevölkerung hat sich seit dem Aufkommen des Modells der Gesellschaft mit beschränkter Haftung ebenfalls verfünfzehnfacht.

Milei ist der Ansicht, dass von KI betriebene Organisationen einen Mechanismus der beschränkten Haftung genießen sollten, der dem traditioneller Unternehmen ähnelt.

Die argentinische Regierung hat dem Kongress einen Gesetzentwurf vorgelegt, um einen eigenen rechtlichen Rahmen für den Einsatz von KI zu schaffen.

Die erste Säule besteht darin, ein nahezu unreguliertes Umfeld für KI aufrechterzuheben, um das Experimentieren und die Entwicklung zu fördern.

Die zweite Säule ist die Schaffung einer neuen Art von juristischer Person namens „nicht-menschliches Unternehmen“ (non-human corporation). Diese Unternehmen können von KI-Agenten oder Robotern betrieben werden, ohne dass menschliche Aktionäre zwingend erforderlich sind.

Milei behauptet, dass die beschränkte Haftung eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass KI-Systeme in realen Umgebungen mit inhärenten Risiken agieren können.

Die dritte Säule ist der Aufbau eines wettbewerbsfähigen Steuerumfelds, um globale KI-Unternehmen anzulocken.

Für nicht-menschliche Unternehmen wird ein niedriger Körperschaftssteuersatz angewendet. Aktionäre können geeignete Gesetze zur Unternehmensführung wählen, anstatt auf einen einzigen Rahmen beschränkt zu sein.

Die Regierung verlangt die Offenlegung der letztendlichen wirtschaftlichen Eigentümer, um illegale Kapitalflüsse zu verhindern.

Argentinien aims darauf ab, Buenos Aires in ein globales KI-Zentrum zu verwandeln, ähnlich der Rolle, die Amsterdam im 17. Jahrhundert spielte.

📌 Fazit: Argentinien verfolgt eine kühne Strategie, um durch drei Kernmaßnahmen zu einem führenden Standort für generative KI zu werden: Begrenzung einer frühzeitigen Regulierung, Anerkennung von „nicht-menschlichen Unternehmen“, die von KI-Agenten oder Robotern betrieben werden, und Einführung eines wettbewerbsfähigen Steuerumfelds. Präsident Javier Milei glaubt, dass dieses Modell einen wirtschaftlichen Quantensprung auslösen könnte, der mit den Auswirkungen der Gesellschaft mit beschränkter Haftung seit 1602 vergleichbar ist. Parallel dazu setzt Argentinien auf Wirtschaftsreformen, Inflationskontrolle und eine Verbesserung um 20 Plätze im Index für wirtschaftliche Freiheit im Zeitraum 2024–2025, um globales KI-Investitionskapital anzuziehen.

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