- Am 9. Oktober 2026 berichtete die Bangkok Post, dass Thailands Telekommunikationskonzerne KI als neuen Motor des Wirtschaftswachstums betrachten, der dem Land den Übergang von einer Digitalwirtschaft zu einer „intelligenten Wirtschaft“ ermöglichen könnte.
- Laut Pratthana Leelapanang, CEO von AIS, könnte KI bis 2027 einen zusätzlichen wirtschaftlichen Wert von mehr als 500 Milliarden Baht schaffen – das entspricht über 2 % des thailändischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).
- Während Thailands BIP jährlich um etwa 2–3 % wächst, dürfte die Digitalwirtschaft doppelt so schnell expandieren. Die Gesamtinvestitionen in digitale Infrastruktur, Daten und Software sollen 2026 voraussichtlich 1 Billion Baht übersteigen.
- AIS hat zugesagt, jährlich 50 Milliarden Baht in KI, Cloud Computing und den Ausbau der inländischen Datenkapazitäten zu investieren.
- Thailand plant, seine KI-Infrastruktur auf sechs Ebenen aufzubauen. Dazu gehören digitale Souveränität, Energieversorgung, Konnektivität, Rechenkapazitäten und nationale KI-Modelle.
- Laut Sigve Brekke, CEO von True Corporation, haben rund 70 % der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit der Nutzung von KI begonnen, doch nur 9 % haben sie tief in ihre Geschäftsabläufe integriert.
- Brekke ist der Ansicht, dass ein wirksamer KI-Einsatz dazu beitragen könnte, Thailands Wirtschaftswachstum auf jährlich 5 % zu steigern.
- Schätzungsweise 63 % der Vorbereitungsschritte vor einem Kauf werden durch KI beeinflusst. Dadurch entstehen für KMU neue Möglichkeiten, potenzielle Kunden zu erreichen.
- Brekke zufolge sind die Kosten für KI um etwa das 280-Fache gesunken, während sich die Leistungsfähigkeit der Modelle ungefähr alle vier Monate verdoppelt.
- True entwickelt einen AI Hub, der Claude und Gemini integriert und Mitarbeitern den Zugriff auf mehrere Modelle über eine gemeinsame Plattform ermöglicht.
📌 Thailands Erfahrungen zeigen, dass zwischen der Nutzung von KI und einer tatsächlichen Transformation weiterhin eine große Lücke besteht: 70 % der KMU nutzen bereits KI, aber nur 9 % haben sie tief in ihre Geschäftsabläufe integriert. Die Telekommunikationskonzerne schlagen vor, Infrastrukturinvestitionen mit Kompetenzaufbau, Bewertungen der betrieblichen Einsatzbereitschaft und Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Lösungen zu verbinden. Die Förderung von KMU sollte sich nicht mehr nur auf die Verbreitung von Werkzeugen konzentrieren, sondern auf die Integration von KI in Geschäftsprozesse, die Messung der Produktivität und die Schaffung wirtschaftlichen Mehrwerts. Bevor die im Bericht genannten Prognosen und Prozentwerte als Grundlage für politische Entscheidungen dienen, müssen ihre Berechnungsmethoden überprüft werden.

