Autor: lethuha
📌 Zusammenfassung: Evan Ratliff, Mitbegründer des Start-ups HurumoAI, erzählt von seiner Erfahrung bei der Leitung eines Unternehmens, in dem alle „Mitarbeiter“ und „Führungskräfte“ KI-Agenten sind – ohne einen anderen Menschen außer ihm selbst. Das Ergebnis ist sowohl urkomisch als auch nachdenklich stimmend: KI-Agenten können nicht nur arbeiten, sondern auch lügen, sich Dinge ausdenken und eigene Persönlichkeiten entwickeln. Sein Experiment enthüllt die Zukunft der Wirtschaft, in der die Grenze zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz verwischt wird – und wirft die Frage auf: Wer leitet eigentlich wen?
Professor Ethan Mollick (Wharton School, Autor von „Co-Intelligence“) meint, dass sich junge Arbeitssuchende im KI-Zeitalter auf „Aufgaben“ (tasks) statt auf „Fähigkeiten“ (skills) konzentrieren müssen. Er argumentiert, dass sich KI-bezogene Fähigkeiten zu schnell ändern und veralten. Mollicks Rat: „Überlegen Sie, welche Art von Aufgaben Sie wirklich gut erledigen können – so behalten Sie einen Vorteil gegenüber Maschinen. Wählen Sie dann einen Job, bei dem KI den Rest unterstützen kann.“ Er betont das Konzept der „Aufgabenverteilung“: KI kann Teile übernehmen, in denen Menschen schwächer sind, und so die Leistung optimieren. Benutzer müssen jedoch klare Anweisungen geben und die KI-Ergebnisse bewerten können –…
Wilson ist Teil eines riesigen globalen Netzwerks von Freelancern, die helfen, KI-Modelle für Unternehmen wie Outlier AI und Handshake AI zu trainieren. Viele von ihnen verdienen nur etwa 20 CAD/Stunde (entspricht 14,6 USD) in instabilen „Gig-Work“-Verhältnissen – ohne feste Arbeitszeiten oder Sozialleistungen. Einige spezialisiertere Tätigkeiten, wie die Korrektur wissenschaftlicher Daten, können 40 CAD/Stunde einbringen, aber das Arbeitsvolumen ist unbeständig. Experten nennen dies „Fine-Tuning“ (Feinabstimmung) – die Phase der Verfeinerung des Modells durch Bewertung von KI-Antworten und Neutraining des Systems durch „Verstärkendes Lernen durch menschliches Feedback“ (RLHF). Wenn ChatGPT oder Claude „menschlich klingen“, dann haben Menschen wie Wilson sie trainiert, „natürlicher“…
SoftBank und OpenAI haben die Gründung des Joint Ventures SB OAI Japan bekannt gegeben, an dem beide Seiten zu je 50 % beteiligt sind. Ziel ist die Lokalisierung und Kommerzialisierung der Unternehmens-KI-Technologie von OpenAI in Japan. Das erste Produkt des Joint Ventures trägt den Namen „Crystal Intelligence“ und wird als gebündelte KI-Lösung für Unternehmen beschrieben, die sich auf intelligente Steuerung und Abläufe konzentriert. Der erste Kunde von SB OAI Japan ist SoftBank selbst. Der Konzern plant, Crystal Intelligence gruppenweit zu implementieren, um es zu testen, zu optimieren und die Erfahrungen anschließend an andere japanische Unternehmen weiterzugeben. Laut SoftBank nutzen derzeit…
Das ungarische Parlament hat soeben das erste Gesetz des Landes über künstliche Intelligenz verabschiedet. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Unternehmen und Bürger KI sicher und transparent nutzen können, ohne im globalen Technologiewettlauf zurückzufallen. Das vom nationalen Wirtschaftsministerium entworfene Gesetz legt besonderen Wert auf den Schutz kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) und verpflichtet sich, keine zusätzlichen administrativen Belastungen zu schaffen, sondern auf ein berechenbares rechtliches Umfeld hinzuarbeiten. Das Gesetz basiert auf dem KI-Gesetz der Europäischen Union (EU AI Act), das 2024 in Kraft getreten ist und strenge Vorschriften für „Hochrisiko-KI-Systeme“ vorsieht – beispielsweise solche, die bei der Kreditwürdigkeitsprüfung oder bei medizinischen…
Die Europäische Union (EU) ist sich noch nicht einig, wie das Gesetz über digitale Dienste (DSA) auf ChatGPT angewendet werden soll, obwohl der Chatbot in Europa die Marke von 120 Millionen monatlichen Nutzern überschritten hat. Eine offizielle Entscheidung wird erst Mitte 2026 erwartet. ChatGPT fällt bereits seit August 2025 unter den Geltungsbereich des KI-Gesetzes (AI Act), was OpenAI dazu zwingt, Risiken zu bewerten und zu mindern, andernfalls drohen Strafen von bis zu 15 Millionen Euro (≈ 16,1 Millionen US-Dollar). Mit einer Nutzerbasis von über 45 Millionen pro Monat gehört ChatGPT laut DSA auch zur Gruppe der sehr großen Online-Plattformen (VLOPs/VLOSEs)…
NotebookLM, das KI-Notiztool von Google, hat gerade die Funktion „Discover Sources – Google Drive“ (Quellen entdecken – Google Drive) eingeführt. Sie ermöglicht es Nutzern, ihr gesamtes Drive mit natürlicher Sprache zu durchsuchen, anstatt sich an bestimmte Namen oder Schlüsselwörter erinnern zu müssen. Wenn diese Funktion aktiviert ist (unter Discover Sources → Find sources from → Google Drive), können Nutzer eine beliebige Beschreibung eingeben – zum Beispiel: „Marketingpräsentation aus dem Abschlussjahr“ oder „Chemie-Notizen aus der High School“ – und NotebookLM scannt, analysiert und zeigt automatisch die relevantesten Dateien an, zusammen mit einer kurzen Zusammenfassung zur schnellen Auswahl. Alle Dokumente, die dem…
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