- Aktuelle KI-Agenten können sich zwar vernetzen, aber nicht „gemeinsam denken“, was eine große Barriere für KI-Systeme der nächsten Generation darstellt.
- Laut Vijoy Pandey von Cisco fehlt es den Agenten bei der Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Kontext und einer Synchronisierung der „Bedeutung“.
- Jeder Agent arbeitet bei jedem Durchlauf fast von Null an, ohne Speicher oder angesammeltes Wissen zu teilen.
- Das Konzept der „gemeinsamen Kognition“ (shared cognition) ist der nächste Schritt: KI soll befähigt werden, neue Probleme ohne menschliches Eingreifen kollaborativ zu lösen.
- Dies ähnelt der menschlichen Evolution: vom Individuum → Kommunikation → kollektive Intelligenz.
- Cisco entwickelt neue Protokolle wie SSTP, LSTP und CSTP, um „kognitive Zustände“ zwischen Agenten zu übertragen.
- Diese Protokolle ermöglichen das Teilen von Semantik, latentem Raum und komprimierten Daten, um die Koordinationsleistung zu steigern.
- Das Ziel ist der Aufbau eines „Internets der Kognition“ – eine Infrastruktur für groß angelegte verteilte Intelligenz.
- Tatsächlich hat Cisco bereits über 20 Agenten zur Prozessautomatisierung eingesetzt und die Bearbeitungszeit von Stunden auf Sekunden reduziert.
- Agenten helfen zudem, bis zu 80 % der Fehler in Kubernetes-Systemen zu reduzieren, was das enorme Potenzial effektiver Koordination zeigt.
📌 Die KI bewegt sich auf eine neue Stufe zu: Sie muss nicht nur individuell intelligent sein, sondern lernen, „wie ein Mensch zu kooperieren“. Der Mangel an Fähigkeiten zum Teilen von Kontext und Absichten verhindert jedoch bisher, dass Agenten eine echte kollektive Intelligenz erschaffen. Bemühungen wie das „Internet der Kognition“ könnten den nächsten Quantensprung auslösen, bei dem KI nicht nur schneller arbeitet, sondern gemeinsam denkt, um komplexe Probleme zu lösen.
