- „Glue Work“ (Klebearbeit) bezeichnet verbindende Aufgaben wie Teamkoordination, Konfliktlösung und das reibungslose Laufen von Projekten.
- Früher galten diese Fähigkeiten im Vergleich zu technischen Skills als „nicht beförderungsrelevant“.
- Viele talentierte Ingenieure sahen ihre Karriere gebremst, weil sie zu viel Zeit mit Glue Work verbrachten, anstatt Code zu schreiben.
- KI automatisiert technische Fertigkeiten wie die Programmierung und verändert damit den Wert von Kompetenzen in Unternehmen grundlegend.
- Die verbleibenden Fähigkeiten – Koordination, Kontextverständnis, Kommunikation und der Blick für das Gesamtbild – sind genau das, was Glue Work ausmacht.
- Mitarbeiter, die gut koordinieren und KI managen können, haben einen Vorteil gegenüber denen, die nur in technischen Fachbereichen glänzen.
- Glue Work wurde früher oft Frauen und Junior-Mitarbeitern zugewiesen, ist heute jedoch zu einer Kernkompetenz geworden.
- Unternehmen müssen den Wert derer, die diese „verbindende“ Arbeit leisten, neu bewerten und anerkennen.
📌 Fazit: KI ersetzt nicht nur Arbeit, sondern stellt das Wertesystem von Fähigkeiten auf den Kopf. Was früher vernachlässigt wurde, wie Kommunikation, Koordination und Kontextverständnis, ist heute der wichtigste Faktor. Im KI-Zeitalter ist nicht derjenige erfolgreich, der eine Sache am besten macht, sondern derjenige, der alles effektiv miteinander verbindet.

