- China verstärkt die Überwachung von Indium-Exporten, einem Metall, das für die neue Generation von KI-Rechenzentren von entscheidender Bedeutung ist. Das Land produziert derzeit fast 70 % des weltweiten Indium-Angebots.
- Indium wird hauptsächlich in Displays, Lötmaterialien und insbesondere bei der Herstellung von Indiumphosphid verwendet.
- Indiumphosphid dient als Substratmaterial für die Fertigung von Hochgeschwindigkeits-Optikchips für KI-Rechenzentren.
- Im Februar 2025 nahm Peking Indiumphosphid in seine Exportkontrollliste auf.
- Diese Beschränkungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Lieferkette der KI-Industrie gehabt.
- Der CEO des von Nvidia unterstützten Chip-Herstellers Coherent schloss sich im Mai der Delegation von US-Präsident Donald Trump nach Peking auf, um das Problem anzusprechen.
- Obwohl Indiummetall selbst noch nicht auf der Exportkontrollliste steht, berichten Unternehmen, dass die Prüfungsverfahren strenger geworden sind.
- Ein europäischer Importeur wurde zum ersten Mal aufgefordert, Informationen über den Endnutzer (End-user) und den Ort der Verwendung bereitzustellen.
- Ein Großkunde in Nordamerika gab an, dass sich die Genehmigungsfristen für Exporte von „am selben Tag“ auf mehrere Tage verlängert haben.
- Einige Unternehmen befürchten, dass die aktuellen Berichterstattungsanforderungen ein Vorbote für noch schärfere Beschränkungen sind.
- Bislang wurden keine Lieferungen registriert, die vollständig blockiert wurden.
- Die Industrie beobachtet jedoch genau das Risiko, dass ein Endnutzer-Kontrollmechanismus wie bei anderen strategischen Gütern eingeführt wird.
- Die USA stufen Indium als Material mit Versorgungsrisiko ein und bauen ihre strategische Reserve aus.
- Die US-Defense Logistics Agency hat einen Vorschlag veröffentlicht, innerhalb von 3 Jahren bis zu 403 Tonnen Indium für die strategische Reserve anzukaufen.
- Einige nordamerikanische Kunden deuten die neuen Auflagen als Vorzeichen für künftige Exportbeschränkungen oder -verbote.
- 📌 Fazit: Indium entwickelt sich zu einem strategischen Nadelöhr in der globalen KI-Lieferkette. China kontrolliert fast 70 % der Weltproduktion und hat Indiumphosphid ab 2025 unter Exportkontrolle gestellt. Obwohl Indiummetall offiziell noch nicht beschränkt ist, führen die immer strengeren Kontrollverfahren zu der Sorge in der Wirtschaft, dass schärfere Maßnahmen folgen könnten. Angesichts der rasant steigenden Nachfrage nach Optikchips für KI-Rechenzentren haben die USA Pläne gestartet, bis zu 403 Tonnen Indium einzulagern, um das Risiko einer einseitigen Lieferabhängigkeit von China zu verringern.
China verschärft Kontrollen für Indium-Exporte: Sorgen um die Versorgung von KI-Infrastruktur wachsen
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