• China treibt einen grenzüberschreitenden Datennahndelsmarkt voran, um den wachsenden Bedarf der KI an lokalen Daten zu decken.
  • Ein Reinigungsroboter, der mit Daten aus Shenzhen trainiert wurde, könnte in Kuala Lumpur aufgrund von Unterschieden in der Umgebung und im Nutzerverhalten ineffizient arbeiten.
  • Dies macht lokale Daten neben Algorithmen und Rechenleistung zu einem strategischen Gut im KI-Wettlauf.
  • Seit 2020 hat Peking Daten offiziell als neuen Produktionsfaktor anerkannt, gleichwertig mit Boden, Arbeit und Kapital.
  • China hat ein Netzwerk von Datenbörsen aufgebaut, um Unternehmen den Handel mit dem Zugriff auf Daten, Konsumtrends und Brancheninformationen zu ermöglichen.
  • Am 22. Mai 2026 unterzeichnete die Shenzhen Data Exchange (SZDEX) eine Absichtserklärung mit dem malaysischen Technologieunternehmen Zetrix AI, um ein Modell für den Datenaustausch zwischen China und ASEAN zu testen.
  • Zetrix AI beschreibt dieses Modell als eine „Börse für Daten“.
  • In der Praxis werden Rohdaten oft nicht direkt verkauft; Unternehmen handeln hauptsächlich mit Zugangsrechten, Nutzungsrechten und aus den Daten generierten Analyseprodukten.
  • Beispielsweise kann ein chinesischer Robothersteller Analysen der Gebäudeumgebung in Malaysia kaufen, ohne Zugriff auf den ursprünglichen Datensatz zu haben.
  • SZDEX fungiert derzeit als Vermittler, der Käufer und Datenanbieter verbindet und gleichzeitig rechtliche und Compliance-Prüfungen durchführt.
  • WITO Technology wurde 2024 der erste malaysische Datenanbieter an der SZDEX-Börse.
  • Viele Unternehmen befürchteten zunächst, dass ihre Daten nach China verkauft werden oder persönliche Informationen preisgegeben könnten.
  • Die Beteiligten bekräftigen, dass die Daten rechtlichen, technischen und Compliance-Prüfungen unterzogen werden, bevor sie an der Börse notiert werden.
  • KI wird zum größten Treiber für die Nachfrage nach grenzüberschreitenden Daten.
  • Laut SZDEX benötigen Chinas große Sprachmodelle mehr Daten über ausländische Sprachen, Kulturen und Branchen, um sich weiterzuentwickeln.
  • Chinas Nationales Datenamt hat den Aufbau eines nationalen integrierten Datenmarktes als eine der Prioritäten für 2026 festgelegt.
  • China hat im letzten Jahrzehnt mehr als 50 Datenbörsen aufgebaut und ein nationales Netzwerk unter der Führung von Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen gebildet.
  • SZDEX arbeitet derzeit mit Partnern in 8 Ländern und Territorien zusammen, einschließlich der Erstellung von Richtlinien für grenzüberschreitende Daten mit Singapur.
  • ASEAN mit etwa 700 Millionen Einwohnern wird von Zetrix AI als potenzielles Datenzentrum und nicht nur als Absatzmarkt für Technologie gesehen.
  • Experten sind jedoch der Meinung, dass die größten Herausforderungen nach wie vor in der Definition des Dateneigentums, den Preisbildungsmechanismen, dem Aufbau von Vertrauen und der Gewährleistung der Rechenschaftspflicht beim grenzüberschreitenden Datenverkehr liegen.

📌 China versucht, einen neuen internationalen Datenmarkt aufzubauen, da KI den Wert lokaler Daten erhöht. Mit über 50 inländischen Datenbörsen und dem neuen Abkommen zwischen SZDEX und Zetrix AI testet Peking ein Modell für die Datenvernetzung zwischen China und ASEAN, einer Region mit etwa 700 Millionen Menschen und großer sprachlicher sowie kultureller Vielfalt. Im Gegensatz zu Waren oder Währungen bleiben Daten jedoch eine Anlageklasse, die schwer zu bewerten und zu verwalten ist und stark von Vertrauen, Datenschutz und Verantwortlichkeitsmechanismen zwischen den Staaten abhängt.

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