Taiwanische Unternehmen, die Server für KI-Rechenzentren herstellen, setzen KI direkt in ihren Fabriken ein, um die Produktion zu beschleunigen und die explodierende Nachfrage nach KI-Systemen der nächsten Generation zu bedienen.
Auf der Technologie-Veranstaltung von Nvidia in Taipeh gab CEO Jensen Huang bekannt, dass Vera Rubin in die Massenproduktion gegangen ist. Ein Standard-Vera-Rubin-System besteht aus 18 Prozessor-Trays sowie Kühlsystemen, Stromversorgung, Netzwerkschaltern und speziellen Racks für das Hochgeschwindigkeits-Daten- und Kommunikationsmanagement.
Jensen Huang erklärte, dass die Montagezeit für ein Server-Rack von etwa zwei Stunden bei der Generation Grace Blackwell auf nur noch 5 Minuten bei Vera Rubin gesunken ist.
Auf der Computex 2026 präsentierte Foxconn ein Vera-Rubin-Server-Tray mit der Aufschrift „100% automation“ (100 % Automatisierung). Der Vorstandsvorsitzende Young Liu erklärte, dass das Unternehmen nun in der Lage sei, ein Tray pro Minute zu produzieren, ohne dass Menschen direkt am Prozess beteiligt sind.
Foxconn hat in den letzten zwei Jahren das Smart-Factory-Projekt Genesis entwickelt. Die KI sammelt Echtzeit-Sensordaten und Betriebssignale, um das Management bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten.
Nach Angaben von Foxconn haben sich die Kapazität und Effizienz der Produktionslinie um 50 % erhöht, während die Genauigkeit bei der Analyse von Fehlerursachen 90 % erreichte.
Wistron nutzt KI ebenfalls, um in etwa einer Sekunde simulierte Fehlermuster zu generieren, mit denen Qualitätsprüfsysteme trainiert werden, wodurch die Genauigkeit der Fehlererkennung um 5 bis 20 % gesteigert werden konnte.
Im ersten Halbjahr 2026 stiegen Taiwans Exporte von Informations- und Kommunikationstechnologie-Geräten, einschließlich Servern, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83,8 % auf 187,3 Milliarden US-Dollar und machten mehr als 40 % der Gesamtexporte aus. Simon Lin, Vorstandsvorsitzender von Wistron, merkte an, dass KI zu einem unumgänglichen Treiber der Fertigung werden wird, da sowohl Produkte als auch Prozesse immer komplexer werden.
📌 Fazit: KI treibt nicht nur die Nachfrage nach Servern an, sondern verändert auch die Art und Weise, wie Server hergestellt werden. Foxconn und Wistron setzen KI ein, um fast den gesamten Prozess zu automatisieren, wodurch die Montagezeit von zwei Stunden auf fünf Minuten verkürzt, die Produktionseffizienz um 50 % gesteigert und die Prüfqualität verbessert wird. Angesichts eines Anstiegs der Serverexporte Taiwans um 83,8 % auf 187,3 Milliarden US-Dollar wird KI zum Kernelement, das es der Fertigungsindustrie ermöglicht, mit dem Entwicklungstempo der globalen KI-Infrastruktur Schritt zu halten.
