Eine Feldforschung zeigt, dass viele Jobs, die als „KI-Jobs“ beworben werden, in Wirklichkeit Datenkennzeichnungsarbeiten unter prekären Bedingungen und mit geringem Einkommen sind.
Arbeiter müssen Texte, Bilder, Audio- und Videodateien klassifizieren, kennzeichnen, testen und moderieren, um Trainingsdaten für KI zu generieren.
Diese Belegschaft bedient nicht nur Technologieunternehmen, sondern auch Banken, Versicherungen, das Gesundheitswesen und Regierungsbehörden, einschließlich des Verteidigungssektors.
Eine erste Untersuchung unter 10 Arbeitskräften in China und Australien zeigt, dass Personen mit Doktortiteln oder MINT-Qualifikationen in entwickelten Ländern spezialisierte Jobs mit einem Einkommen von etwa 400–800 AUD pro Stunde (entspricht ca. 260–520 USD pro Stunde) annehmen können.
Umgekehrt verrichten die meisten Arbeitskräfte nur repetitive Aufgaben wie das Einrahmen von Objekten oder Audio-Kennzeichnungen und erhalten nur etwa 6 AUD pro Tag (ca. 3,9 USD pro Tag) oder weniger.
Viele geben an, dass das Einkommen nicht zur Deckung der Lebenshaltungskosten ausreicht, während langes Arbeiten zu Augenüberlastung und Rückenschmerzen führt.
Arbeiter haben oft keinen Vertrag, gelten als „Nutzer“ der Plattform und haben kaum ein Recht auf Beschwerde gegen Bewertungsergebnisse.
Sie wissen oft nicht, für welches Unternehmen sie arbeiten oder wer die Qualität ihrer Arbeit bewertet – Menschen oder KI.
Plattformen in China zahlen erst aus, wenn die Arbeit den Standards entspricht, was bedeutet, dass viele Arbeitsstunden unbezahlt bleiben können.
Viele Arbeitskräfte stellen fest, dass KI einfache Aufgaben zunehmend ersetzt und schwierigere Arbeiten hinterlässt, die jedoch nicht angemessen vergütet werden.
Unternehmen stellen zunehmend schutzbedürftige Gruppen wie Menschen mit Behinderungen, schwangere Frauen oder Berufseinsteiger ein, da diese weniger Beschäftigungsalternativen haben.
Die Studie argumentiert, dass die Herausforderung nicht in der Anzahl der durch KI geschaffenen Arbeitsplätze liegt, sondern in der Qualität der Arbeit und der Notwendigkeit, Schutzmechanismen für diese Belegschaft aufzubauen.
📌 Die Studie weist darauf hin, dass hinter der Entwicklung der KI eine schweigende Belegschaft steht, die im Verborgenen Datenkennzeichnungsarbeiten unter instabilen Bedingungen verrichtet. Während einige Experten 400–800 australische Dollar pro Stunde (ca. 260–520 USD pro Stunde) erhalten können, verdienen die Meisten nur etwa 6 australische Dollar pro Tag (ca. 3,9 USD pro Tag). Da KI immer mehr Aufgaben automatisiert, müssen diese Menschen schwierigeres Arbeiten übernehmen, während ihnen nach wie vor Verträge, Verhandlungsmacht und langfristiger Schutz fehlen.
