- Eine Möglichkeit, das Tempo des KI-Booms zu messen, ist die Beobachtung der Hardware-Lieferkette, wo KI-Rechenzentren eine massive Nachfrage nach Chips und Chip-Fertigungsanlagen antreiben.
- Nvidia wird oft erwähnt, weil es monatlich GPUs im Wert von Milliarden Dollar an KI-Unternehmen verkauft, was dazu beigetragen hat, es zum wertvollsten Unternehmen der Welt zu machen.
- Ein tieferer Blick auf die Zulieferer von Nvidia offenbart jedoch klarere langfristige Trends, insbesondere ASML – das niederländische Unternehmen, das eine Schlüsselrolle in der Halbleiterindustrie spielt.
- ASML ist der einzige Anbieter von EUV-Anlagen, die zur Herstellung fortschrittlicher Chips verwendet werden, was das Unternehmen zu einem „strategischen Nadelöhr“ der gesamten Branche macht.
- Der jüngste Quartalsfinanzbericht zeigt, dass ASML einen Nettoumsatz von 32,7 Milliarden Euro erzielt hat, was die enorme Marktnachfrage widerspiegelt.
- Der wichtigste Indikator sind die „neuen Aufträge“, die die langfristigen Erwartungen der Chiphersteller an die zukünftige Nachfrage darstellen.
- Im vergangenen Quartal verzeichnete ASML neue Aufträge in Höhe von 13 Milliarden Euro – ein Rekordhoch, mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal.
- Der CEO von ASML sagte, der starke Anstieg der Nachfrage resultiere aus nachhaltigen Erwartungen an KI-Projekte, insbesondere Rechenzentren.
- Kunden geben frühzeitig Geld aus, um Kapazitäten für die Chipproduktion vorzubereiten, in der Überzeugung, dass die KI-Nachfrage weiterhin hoch bleiben wird.
- Der Autor weist jedoch darauf hin, dass dies immer noch eine Prognose ist: Die Fertigstellung von Aufträgen kann Jahre dauern, und einige Projekte könnten storniert werden.
- Bislang gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass sich Unternehmen von Investitionsplänen für KI-Infrastruktur im Wert von Billionen Dollar zurückziehen werden.
📌 Daten von ASML zeigen, dass der Boom der KI-Infrastruktur weiter an Fahrt gewinnt, mit 13 Milliarden Euro an neuen Aufträgen in nur einem Quartal und einem Umsatz von 32,7 Milliarden Euro. Trotz langfristiger Risiken und Unsicherheiten handeln Chiphersteller so, als ob die KI-Nachfrage noch viele Jahre anhalten würde. Dies deutet darauf hin, dass der Bau von Rechenzentren und groß angelegten KI-Lieferketten in naher Zukunft kaum ins Stocken geraten wird.
