• Die Frage „Ist KI eine Blase?“ wird als am Thema vorbei betrachtet; das eigentliche Problem ist, dass KI aus mehreren verschiedenen Blasen besteht, mit unterschiedlichen Risiken und Zeitpunkten des Zusammenbruchs.
  • Das KI-Ökosystem ist in drei Ebenen unterteilt: Wrapper-Unternehmen (Hüllen-Apps), Basismodelle (Foundation Models) und Infrastruktur.
  • Die am stärksten gefährdete Ebene sind Wrapper-Unternehmen: Startups, die lediglich die APIs von OpenAI oder Konkurrenten verpacken, eine Benutzeroberfläche hinzufügen und eine monatliche Gebühr erheben.
  • Jasper.ai erreichte im ersten Jahr einen ARR (jährlich wiederkehrenden Umsatz) von etwa 42 Millionen US-Dollar, aber dieses Modell steht vor drei großen Risiken: Funktionen werden von großen Plattformen „geschluckt“, Kommodifizierung und Wechselkosten von null.
  • Wenn Microsoft, Google oder Salesforce KI direkt integrieren, können Wrapper-Produkte über Nacht ihren Wert verlieren.
  • Die meisten Wrapper besitzen keine proprietären Daten, Kernprozesse oder die Fähigkeit, Nutzer zu binden; Cursor ist eine seltene Ausnahme dank tiefer Integration in den Programmier-Workflow.
  • Es wird prognostiziert, dass von Ende 2025 bis 2026 viele Wrapper-Unternehmen bankrottgehen oder billig verkauft werden.
  • Die Ebene der Basismodelle wie OpenAI, Anthropic, Mistral hat einen stärkeren „technischen Burggraben“, steht aber dennoch vor einer Bewertungsblase.
  • OpenAI wird als Beispiel genannt mit etwa 1 Billion US-Dollar an zugesagten Infrastrukturinvestitionen, während der prognostizierte Umsatz nur etwa 13 Milliarden US-Dollar beträgt.
  • Der zukünftige Wettbewerbsvorteil liegt nicht nur im Modelltraining, sondern in der Inferenzoptimierung, Speicherverwaltung, Token-Geschwindigkeit und Infrastruktureffizienz.
  • Für den Zeitraum 2026–2028 wird eine starke Konsolidierung prognostiziert, bei der nur 2–3 große Akteure übrig bleiben.
  • Die Infrastrukturebene (Chips, Rechenzentren, Cloud, Speicher) gilt als am wenigsten von einer „Blase“ betroffen.
  • Die globalen KI-Ausgaben haben 2025 600 Milliarden US-Dollar überschritten und könnten 1,5 Billionen US-Dollar erreichen, aber die Infrastruktur behält ihren langfristigen Wert.
  • Der Umsatz von Nvidia im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2025 erreichte rund 57 Milliarden US-Dollar, wobei allein das Rechenzentrumssegment 51,2 Milliarden US-Dollar ausmachte, was die reale Nachfrage widerspiegelt.
  • Der Prozess des „Platzens der Blase“ wird sequenziell ablaufen: Wrapper stürzen zuerst ab, Basismodelle konsolidieren sich später, Infrastruktur passt sich an, besteht aber langfristig fort.
  • Rat für Gründer: Das größte Risiko besteht nicht darin, einen Wrapper zu bauen, sondern nur ein Wrapper zu bleiben; man muss den Workflow, die Daten und die Vertriebskanäle besitzen.

📌 KI ist keine einzelne Blase, sondern mehrere übereinanderliegende Blasen. Das KI-Ökosystem ist in drei Ebenen unterteilt: Wrapper-Unternehmen, Basismodelle und Infrastruktur. Wrapper-Unternehmen droht innerhalb von 18 Monaten der Zusammenbruch, Basismodell-Unternehmen werden sich in 2–4 Jahren konsolidieren, während Infrastrukturunternehmen trotz kurzfristiger Überkapazitäten ihren langfristigen Wert behalten. Rat für Gründer: Das größte Risiko besteht nicht darin, einen Wrapper zu bauen, sondern nur ein Wrapper zu bleiben; man muss den Workflow, die Daten und die Vertriebskanäle besitzen.

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