• Viele Unternehmen in Großbritannien vollziehen „Yoga-Verrenkungen“, um sich als KI-Unternehmen zu bezeichnen und so von der medialen Welle rund um die künstliche Intelligenz zu profitieren.
  • PR-Experten berichten, dass viele Unternehmenschefs in Branchen mit wenig Technologiebezug ihre Kommunikationsteams dazu zwingen, das Unternehmen als KI-Startup zu vermarkten.
  • Nicht wenige Unternehmen nutzen lediglich herkömmliche Automatisierung, versuchen aber dennoch, ihre Produkte als „KI-gestützt“ (AI-powered) oder „KI-gesteuert“ (AI-driven) zu beschreiben, um Presse und Investoren anzulocken.
  • Ein PR-Experte in London erklärte, dass Journalisten mittlerweile fast schon „die Augen verdrehen“, wenn KI erwähnt wird, da der Begriff in der Kommunikation völlig überstrapaziert wird.
  • Die Schuhfirma AllBirds geriet in die Kritik, nachdem sie einen „Pivot“ zum Kauf von KI-GPUs angekündigt hatte, obwohl ihr Kerngeschäft nicht direkt mit generativer KI zu tun hat.
  • Viele aktuelle Pressemitteilungen bewerben Produkte wie KI-Basketballkörbe, KI-Laser gegen Raubtiere oder KI-Bluttests, obwohl die KI-Anwendung darin sehr vage bleibt.
  • Der Begriff „AI Washing“ wird immer gebräuchlicher, um die Umbenennung oder das Re-Marketing alter Technologien als KI zu beschreiben, um ein Gefühl von Modernität zu erzeugen.
  • Ein PR-Account-Manager gab an, dass viele Firmen versuchen, das Wort „KI“ in Produktnamen einzubauen, obwohl es sich eigentlich nur um gewöhnliche Automatisierung handelt.
  • Als Beispiel wurde ein Immobilienunternehmen genannt, das einen Scanner zur Erstellung von Grundrissen als KI bewirbt, obwohl die Technik hauptsächlich nur ein automatischer Scanner ist.
  • Ein Kommunikationsmitarbeiter enthüllte, dass er etwa 50 % der KI-Pressemitteilungen, die er an die Presse schickt, eigentlich gar nicht senden möchte, weil er sie für zu übertrieben hält.
  • Unternehmen versuchen zudem, ihre Führungskräfte als „KI-Experten“ für Kommentare zur Technologiepolitik zu positionieren, um ein fortschrittliches Image zu pflegen.
  • Vor dem Hintergrund von Stellenstreichungen durch KI musste sich der CEO von Standard Chartered kürzlich entschuldigen, nachdem er Mitarbeiter, denen der Jobverlust droht, als „minderwertiges Humankapital“ bezeichnet hatte.

📌 „AI Washing“ entwickelt sich zu einem neuen Trend, bei dem zahlreiche Unternehmen versuchen, Produkte und Dienstleistungen, die lediglich auf einfacher Automatisierung basieren, mit einem KI-Label zu versehen. PR-Experten betonen, dass Presse und Kunden aufgrund des massiven Missbrauchs allmählich das Interesse am Schlagwort „KI-gestützt“ verlieren. Dieses Phänomen spiegelt den enormen Druck auf Unternehmen wider, sich inmitten globaler Stellenstreichungen und technologischem Wettbewerb als KI-relevant darzustellen.

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