• Der Artikel argumentiert, dass die Vorhersage, KI würde die Beratungsbranche ersetzen, nicht eingetroffen ist – stattdessen gestaltet KI die Branche völlig neu.
  • OpenAI hat vor Kurzem durch die Übernahme von Tomoro die OpenAI Deployment Company mit Ressourcen von über 4 Milliarden USD gegründet und rund 150 sogenannte Forward Deployed Engineers (FDE) übernommen.
  • Auch Anthropic stellt FDEs ein, um direkt mit strategischen Kunden zusammenzuarbeiten und Lösungen auf Basis von Claude zu entwickeln.
  • Der Autor betont, dass das wahre Produkt der Beratung noch nie Slides oder Berichte waren, sondern die Fähigkeit, Konsens zu stiften, Entscheidungen herbeizuführen und Veränderungen im Unternehmen umzusetzen.
  • KI automatisiert bereits einen Großteil der Aufgaben von Junior-Beratern, wie etwa Recherche, Informationssynthese, das Schreiben von Berichten und das Erstellen von Präsentationen.
  • McKinsey, BCG und Deloitte haben interne KI-Plattformen wie Lilli, Deckster und Zora AI eingeführt, um viele traditionelle Aufgaben zu ersetzen.
  • Dennoch erzielen rund 95 % der KI-Pilotprojekte in Unternehmen keine messbaren geschäftlichen Auswirkungen, da sie an der Integration in die Arbeitsabläufe scheitern.
  • Der Autor stellt fest, dass sich der Engpass bei KI von der Modellqualität auf die tatsächliche Implementierung in der Unternehmenspraxis verschoben hat.
  • FDEs werden zu zentralen Figuren, da sie sowohl die Technologie verstehen als auch operative Probleme, Datenfragen, interne Politik und das Veränderungsmanagement (Change Management) lösen.
  • Palantir gilt als Pionier, der das FDE-Modell bereits vor über 20 Jahren eingeführt hat, indem Ingenieure direkt in die Organisationen der Kunden entsandt wurden.
  • Im Gegensatz zur traditionellen Beratung, die lediglich Empfehlungen ausspricht, sind FDEs für den Aufbau real funktionierender Systeme verantwortlich und werden an der tatsächlichen Nutzungsrate durch den Kunden gemessen.
  • OpenAI hat nicht nur 150 Ingenieure eingekauft, sondern sich den Zugang zu Hunderten von Unternehmensprozessen gesichert, die durch normale KI-Benchmark-Tests nicht einsehbar sind.
  • Accenture verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz mit generativer KI von 5,9 Milliarden USD – fast das Doppelte des Vorjahres –, was zeigt, dass die Nachfrage nach KI-Implementierungsdiensten rasant steigt.
  • Der Autor prognostiziert, dass die Grenze zwischen Softwarehäusern und Beratungsunternehmen allmählich verschwinden wird, da beide in derselben Rolle der KI-Implementierung im Unternehmen verschmelzen.
  • 📌 Fazit: KI schafft die Beratungsbranche nicht ab, sondern spaltet sie in zwei Teile: Der Bereich Recherche, Berichtserstellung und Präsentationsgestaltung wird durch KI automatisiert; der Bereich der Umsetzung von Veränderungen in der Organisation wird wertvoller als je zuvor. Das Aufkommen von Forward Deployed Engineers bei OpenAI, Anthropic und Palantir spiegelt die Realität wider, dass die größte Herausforderung der KI heute nicht darin besteht, Intelligenz zu erschaffen, sondern diese Intelligenz in die Geschäftsprozesse einzubetten. Mit Investitionen von über 4 Milliarden USD in die OpenAI Deployment Company und einem Umsatz von Accenture mit generativer KI in Höhe von 5,9 Milliarden USD wird sich der neue Wettbewerb darum drehen, wer KI am schnellsten in konkrete Geschäftsergebnisse verwandeln kann.

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