• Am 19. Oktober 2026 veröffentlichte RNZ Dokumente, denen zufolge die neuseeländische Polizei wiederholt gegen Vorschriften zur Nutzung von KI für Transkriptionen und Übersetzungen verstieß. Dadurch bestand die Gefahr, dass vertrauliche Ermittlungsinformationen offengelegt wurden.
  • Bei einer Mordermittlung in Auckland im Jahr 2024 setzte die Polizei Whisper AI ein, um 250 Stunden chinesischsprachiger Aufnahmen aus mehr als 2.500 Dateien zu verarbeiten. Das System erledigte die Aufgabe in 10 Stunden. Eine manuelle Bearbeitung hätte schätzungsweise 750 Stunden und 50.000 US-Dollar gekostet.
  • Die KI half dabei, wichtige Gespräche zu identifizieren. Dennoch verlangte die Polizei, dass qualifizierte Dolmetscher sämtliche Beweismittel überprüften.
  • Nach einem sechsmonatigen Test stellte die Polizei zahlreiche regelwidrige Anwendungen von Whisper fest, darunter die Transkription englischsprachiger Aufnahmen und die Erstellung von Dokumenten für Gerichtsverfahren.
  • Im März 2025 stellte die Polizei den flächendeckenden Einsatz von Whisper ein. Ausnahmen waren nur noch nach einem mehrstufigen Genehmigungsverfahren zulässig.
  • Aufgrund des hohen Drucks bei der Beweisverarbeitung griffen Ermittler auf private Geräte und ungeschützte Plattformen zurück. In einem Fall wurden 350.000 Zeilen chinesischsprachiger Daten zur Klassifizierung von Informationen in Google Übersetzer hochgeladen.
  • Die Polizeiführung warnte, dass das Fehlen genehmigter interner KI-Werkzeuge Beschäftigte weiterhin dazu bewegen werde, unsichere Alternativen zu nutzen.
  • Bis Oktober 2025 war Whisper für Ermittlungszwecke in Cellebrite integriert worden. Die Dokumente erläutern jedoch nicht, welche Prüfungs- und Überwachungsmechanismen für die Nutzung während der folgenden zwölf Monate vorgesehen waren.

📌 Der Vorfall verdeutlicht den Konflikt zwischen Sicherheitsanforderungen und dem Druck, Ermittlungen effizienter zu gestalten. Whisper verkürzte die Bearbeitungszeit für 250 Stunden Audiomaterial von etwa 750 Stunden auf nur 10 Stunden. Da jedoch ein offizieller Einführungsrahmen fehlte, wichen Ermittler auf unsichere Plattformen aus und luden sogar 350.000 Datenzeilen in Google Übersetzer hoch. Die Dokumente unterstreichen, wie wichtig sichere interne KI-Systeme mit klaren Genehmigungs-, Prüfungs- und Überwachungsverfahren sind.

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