- Studien in den USA zeigen, dass die Zahl der zivilrechtlichen Klagen mit Selbstvertretung von 11 % (2005–2023) auf 17 % nach der Verbreitung von KI gestiegen ist, was den Großteil des Anstiegs der Gesamtzahl der Klagen ausmacht.
- Der Anteil der Klagen mit Anzeichen für KI-generierte Inhalte stieg von fast 0 % im Jahr 2022 auf 18 % im Jahr 2026.
- KI-unterstützte Klagen weisen keine geringere Qualität auf: Weder die Ablehnungsraten noch die Bearbeitungszeiten sind gestiegen.
- Allerdings hat die Menge an Dokumenten und Anträgen pro Fall stark zugenommen, was den Druck auf die Gerichte erhöht.
- KI hilft dabei, den Zugang zum Recht für Menschen zu erweitern, die sich früher keinen Anwalt leisten konnten oder nicht wussten, dass sie ein Klagerecht haben.
- Fälle mit Selbstvertretung betreffen hauptsächlich einfache Streitigkeiten wie Diskriminierung am Arbeitsplatz oder Zwangsvollstreckungen.
- Die Arbeitsbelastung der Anwälte ist nicht gesunken; die Zahl der Fälle mit Anwälten bleibt stabil oder steigt leicht an.
- Dies deutet darauf hin, dass KI den „Rechtsmarkt“ erweitert, anstatt Anwälte zu ersetzen.
- In Großbritannien berichten Anwälte jedoch von einer „Welle“ an KI-Klagen mit langen, komplexen, aber minderwertigen Inhalten.
- Britische Arbeitsgerichte sind massiv überlastet, wobei einige Fälle bis 2028 warten müssen.
- KI führt dazu, dass Kläger überhöhte Erwartungen an ihre Gewinnchancen haben, was den Mediationsprozess erschwert.
- Veraltete Rechtssysteme haben Schwierigkeiten, die sprunghaft angestiegene Menge an KI-generierten Unterlagen zu bewältigen.
- KI kann die Kosten für Unternehmen erhöhen, da diese größere Mengen an Dokumenten bearbeiten müssen.
- Der Unterschied zwischen den USA und Großbritannien könnte auf strengere Kriterien zur Vorprüfung von Klagen an US-Bundesgerichten zurückzuführen sein.
- Allgemeiner Trend: Der latente Rechtsbedarf ist enorm, und KI aktiviert ihn.
📌 KI erweitert den Zugang zum Recht und erzeugt gleichzeitig Systemdruck. In den USA stieg die Quote der Selbstvertretungen auf 17 %, und 18 % der Anträge weisen KI-Spuren ohne Qualitätsverlust auf. Im Gegensatz dazu steht Großbritannien aufgrund der KI-Dokumentenflut vor Rückständen bis 2028. Fazit: KI ersetzt keine Anwälte, sondern erweitert den Rechtsbedarf. Wenn die Infrastruktur jedoch nicht modernisiert wird, könnten die Vorteile des Rechtszugangs durch die Systemüberlastung zunichtegemacht werden.
