- Musikstudios in Singapur berichten, dass KI dabei hilft, Inhalte schneller und günstiger zu produzieren, gleichzeitig aber den Umsatz und kreative Arbeitsplätze stark unter Druck setzt.
- Viele Kunden steigen auf KI-generierte Musik und Stimmen um, anstatt traditionelle Dienstleister zu beauftragen.
- Laut von CNA befragten Unternehmen sind die Projektbudgets in vielen Fällen um 10 % bis 40 % gesunken, in einigen sogar um bis zu 60 %.
- Die Firmen glauben, dass das Problem nicht nur darin liegt, dass KI Menschen ersetzt, sondern dass sie die Wahrnehmung des Wertes kreativer Produkte verändert.
- Donny Pereira, Gründer von plusONE, sagt, dass KI den kreativen Output direkt beeinflusst und nicht nur technische Prozesse – ein großer Unterschied zu früheren technologischen Revolutionen in der Audiobranche.
- Während digitale Aufnahmesoftware und Cloud-Dienste früher die Effizienz steigerten, können Kunden heute KI-Demos oder -Stimmen selbst erstellen, bevor sie ein Studio aufsuchen.
- Pereira stellt fest, dass die Aufträge für freiberufliche Musiker und Synchronsprecher um 20-30 % zurückgegangen sind, da die KI schnelle Bearbeitungen und mehrere Versionen zu minimalen Kosten ermöglicht.
- Dennoch bleibt die Nachfrage nach Komponisten für Originalmusik stabil; Zynth Studios integriert KI aktiv in den Workflow, statt sich dem Trend zu widersetzen.
- KI wird für Ideenfindung, Demospuren, Akkordexploration und zur Überwindung von Schreibblockaden genutzt.
- Creative Director Muhammad Zahin Anwari betont, dass KI nur als Assistent fungieren und den Künstler nicht ersetzen sollte, besonders hilfreich bei extrem engen Fristen.
- Die Studios berichten, dass Kunden nach Versuchen mit reiner KI oft zu menschlichen Künstlern zurückkehren, da KI-Stimmen keine Emotionen zeigen und unnatürlich wirken.
- Zynth Studios stellt fest, dass Kunden KI-Musik oft als „seelenlos“ empfinden, auch wenn sie den Grund dafür nicht genau benennen können.
- Laut Anwari kann KI menschliche Erfahrungen wie Leid, Opfer, Sehnsucht oder Verlust, die das Fundament der Kunst bilden, noch nicht reproduzieren.
📌 Die Musik- und Audiobranche in Singapur erlebt einen ähnlichen Druck wie viele Kreativbranchen weltweit. KI hilft, Kosten zu senken und die Produktion zu beschleunigen, reduziert aber auch die Projektbudgets um 10 % bis 40 %, in einigen Fällen sogar um bis zu 60 %. Während die Chancen für Synchronsprecher, freiberufliche Musiker und die Kreativ-Community um etwa 20-30 % gesunken sind, entscheiden sich viele Studios dafür, KI als Unterstützungswerkzeug zu integrieren, anstatt sie als Konkurrenten zu sehen. Die befragten Unternehmen sind der Meinung, dass der emotionale Faktor, Lebenserfahrung und die Fähigkeit, eine Verbindung zum Publikum aufzubauen, weiterhin die größten Vorteile des Menschen bei der künstlerischen Gestaltung sind.
