• Die Welle des großflächigen Aufbaus von KI-Infrastruktur führt zu einem Transparenzproblem in der Buchhaltung, da Chip- und Rechenzentrumskosten oft zusammengefasst werden.
  • Tech-Unternehmen geben Gesamtkosten für langfristige KI-Projekte bekannt, trennen jedoch selten zwischen Infrastruktur-Baukosten und Chip-Ausgaben.
  • Dies ist aufgrund stark unterschiedlicher Abschreibungszyklen problematisch: Rechenzentren können 20–40 Jahre halten, während KI-Chips in weniger als 3 Jahren veraltet sein können.
  • Kurzfristige Chipkosten werden so zusammen mit langfristigen Vermögenswerten „begraben“, was es für Investoren schwierig macht, reale Risiken einzuschätzen.
  • Der Posten „Anlagen in Bau“ (Construction-in-progress) wird als „großes Schlupfloch“ für Hyperscaler gesehen, um Kosten zu verbergen, da hier noch keine Abschreibungen anfallen.
  • Tech-Giganten geben Hunderte Milliarden Dollar für Rechenzentren, Chips und Netzwerke aus.
  • Die Ausgaben für Rechenzentren werden voraussichtlich bereits im nächsten Jahr die Kosten für den Bau von Bürogebäuden übersteigen.
  • KI-Projekte riskieren Verzögerungen aufgrund von Strombeschränkungen und lokaler Politik, was die finanziellen Risiken erhöht.
  • Alphabet verzeichnete 2024 noch nicht in Betrieb genommene Vermögenswerte in Höhe von 50,6 Mrd. USD, ein Anstieg von 44 % gegenüber dem Vorjahr.
  • Amazon verzeichnete 46,4 Mrd. USD (+62 %); Meta erreichte 26,8 Mrd. USD (+10 %).
  • Diese Beträge machen jeweils 30 %, 18 % und 22 % der gesamten Netto-Sachanlagen (PPE) der drei Unternehmen aus.
  • Die gesamten „Anlagen in Bau“ von börsennotierten Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 2 Mrd. USD im KI-Bereich belaufen sich auf ca. 214,5 Mrd. USD.
  • Im Jahr 2024 änderten börsennotierte Unternehmen 79-mal ihre Schätzungen zur Lebensdauer von Vermögenswerten, hauptsächlich durch die Verlängerung der Lebensdauer von Servern und Netzwerkgeräten.
  • Dies hilft, Abschreibungen zu senken und die ausgewiesenen Gewinne um hunderte Millionen Dollar zu steigern.
  • Investoren beklagen den Mangel an Informationen über Annahmen zur Chip-Lebensdauer und zum Grad des Veralterungsrisikos.
  • Das FASB plant derzeit nicht, eine separate Ausweisung der Kosten für Anlagen in Bau vorzuschreiben.

📌 Der massive Aufbau von KI-Infrastruktur führt zu Transparenzproblemen in der Buchhaltung, da Chip- und Rechenzentrumskosten oft gebündelt werden. Über 214,5 Mrd. USD an Anlagen in Bau vermischen kurzlebige Chips mit langfristigen Sachanlagen. Wenn KI-Chips nach weniger als 3 Jahren veralten können, aber in 20–40-jährigen Projekten versteckt sind, können Investoren reale Risiken kaum bewerten. Diese mangelnde Transparenz könnte Kapitalverschwendung verschleiern und Gewinne im globalen KI-Wettlauf verzerren.

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