- Nvidia wird mit über 4 Billionen US-Dollar bewertet und ist der zentrale Chip- und Softwarehersteller der globalen KI-Welle, der die Infrastruktur für Systeme wie ChatGPT bereitstellt.
- Im Jahr 2025 unterzeichnete Nvidia Vereinbarungen im Wert von mindestens 125 Milliarden US-Dollar, darunter 5 Milliarden US-Dollar Investitionen in Intel und rund 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI, was ein beispielloses Aktienwachstum begünstigte.
- Bedenken entstehen durch den „zirkulären“ Charakter vieler Vereinbarungen, ähnlich dem Vendor Financing: Nvidia investiert oder vergibt Kredite, damit Kunden ihre eigenen Nvidia-Chips kaufen können.
- Die größte Vereinbarung besteht mit OpenAI, wobei Nvidia über zehn Jahre hinweg jährlich 10 Milliarden US-Dollar investiert, von denen der Großteil wieder in den Kauf von Nvidia-Chips zurückfließt.
- Vergleiche mit Lucent und Enron tauchen aufgrund der Nutzung komplexer Finanzstrukturen, einschließlich Special-Purpose-Vehicles (SPV), auf, obwohl Nvidia bestreitet, Schulden zu verschleiern oder Umsätze aufzublähen.
- Der Investor James Anderson gibt an, Nvidia zu bewundern, hält jedoch Vendor-Financing-ähnliche Deals für „kein gutes Gefühl“.
- Weitere Transaktionen im KI-Ökosystem umfassen: Oracle investiert 300 Milliarden US-Dollar in den Bau von Rechenzentren für OpenAI; OpenAI schließt milliardenschwere Chipverträge mit AMD ab; und CoreWeave verkauft Rechenleistung und gewährt gleichzeitig OpenAI Unternehmensanteile.
- OpenAI setzt insgesamt 1,4 Billionen US-Dollar auf Rechenkapazitäten, in der Annahme, dass KI ausreichend Gewinne erwirtschaften wird, um diese Investitionen zu rechtfertigen.
- Analysten sehen das Risiko für Nvidia nicht in der Rechtmäßigkeit, sondern in der Nachhaltigkeit: Verlangsamt sich das KI-Wachstum, könnte das Unternehmen gezwungen sein, Investitionen und Forderungen abzuschreiben.
- Nvidia hat zudem milliardenschwere Vereinbarungen mit Regierungen wie Südkorea, Saudi-Arabien, Italien, Frankreich und Deutschland geschlossen, doch Vertragsbedingungen und tatsächliche Umsätze sind wenig transparent.
📌 Nvidia wird nicht wie Enron des Betrugs beschuldigt, doch sein Wachstumsmodell stützt sich stark auf zirkuläre, vendor-financing-ähnliche KI-Deals, bei denen das Unternehmen investiert oder Kredite vergibt, damit Kunden seine eigenen Chips kaufen können. Damit wird das Risiko auf die Annahme konzentriert, dass KI schnell explodieren wird. Angesichts von Größenordnungen wie 125 Milliarden US-Dollar an jährlichen Transaktionen und 1,4 Billionen US-Dollar an KI-Infrastrukturinvestitionen hängt die Zukunft von Nvidia davon ab, ob Kunden rasch profitabel werden und weiterhin Chips kaufen. Sollte KI nicht wie erwartet „abheben“, könnten das Vertrauen der Investoren und der Aktienkurs einen erheblichen Schock erleiden.
