- Dass McKinsey & Company etwa 10 % seiner Belegschaft abbaut, ist kein isoliertes Ereignis, sondern spiegelt einen unumkehrbaren Wandel der gesamten Beratungsbranche im KI-Zeitalter wider.
- In der Vergangenheit beruhte der Vorteil von McKinsey auf der Ära der Informationsknappheit, als Marktanalysen große Teams erforderten, die monatelang Daten synthetisierten.
- Das digitale Zeitalter demokratisierte Daten und zwang McKinsey, in die Bereiche Analytik und technologiegetriebene Transformation zu expandieren; doch das KI-Zeitalter übt noch größeren Druck aus.
- KI verringert nicht nur die Informationsasymmetrie, sondern „ebnet“ auch Analyse- und Empfehlungsfähigkeiten ein – das Kernwertfundament der strategischen Beratung.
- In den nächsten 5 Jahren werden weltweit fast 300 Millionen „White-Collar“-Arbeitsplätze betroffen sein; etwa 100 Millionen sind von Veralterung bedroht, insbesondere kognitiv anspruchsvolle und bereits digitalisierte Rollen.
- Die Beratung befindet sich genau im Zentrum dieser Umbruchzone, sodass „Analysekraft“ nicht mehr ausreicht, um einen Vorteil zu schaffen.
- Der Wertschwerpunkt verlagert sich von der Strategie zur technologiebasierten Ausführung, wo Strategie und Ausführung gleichzeitig und kontinuierlich stattfinden.
- Auf Implementierung fokussierte Firmen wie Accenture, Deloitte und EY wachsen jährlich um 11 %–12 %, während die MBB-Gruppe (McKinsey, BCG, Bain) nur bei etwa 5 %–6 % liegt.
- Kunden wollen Partner, die Strategie, Technologie und Betrieb verbinden und gleichzeitig Veränderungen in großem Maßstab umsetzen können.
- Im KI-Zeitalter wandelt sich Strategie von der „Problemlösung“ zur „Sinnstiftung“, und der Mensch bewegt sich von „in the loop“ zu „above the loop“.
- Die wahrscheinlichen Gewinner sind Firmen, die stark in der technologischen Umsetzung sind, sowie Branchenexperten mit tiefem Kontextverständnis.
📌 Die Entlassungswelle von 10 % bei McKinsey zeigt, dass das auf Elite-Analysen basierende Beratungsmodell im KI-Zeitalter an seine Grenzen stößt. KI verringert nicht nur die Informationsasymmetrie, sondern „ebnet“ auch Analyse- und Empfehlungsfähigkeiten ein – das Kernwertfundament der strategischen Beratung. Der Wertschwerpunkt verlagert sich von der Strategie zur technologiebasierten Ausführung, wo Strategie und Ausführung gleichzeitig und kontinuierlich stattfinden.
